Wie nicht anders gewohnt erstrahlte Hamburg trotz wechselhaftem Wetter in voller Farbenpracht. Streetart XXL und Astra bis zum Umfallen. Doch um das zu sehen musste man erstmal anreisen. Gerade noch rechtzeitig aus der Agentur raus in die S-Bahn zum Flughafen, Check-in in letzter Minute und dann… „Der Abflug des Fluges Nummer … verzögert sich um mindestens 30 Minuten“. Dann auf einmal die Wende „Wir freuen und Ihnen mitteilen zu können, dass wir nun doch starten können.“ Also ab in den Flieger, anschnallen und… „Leider fehlen noch zwei Fluggäste…“ 10 Minuten später: „Wegen Sicherheitsbestimmungen müssen wir das Gepäck der beiden fehlen Passagiere suchen und wieder ausladen.“ Weitere 15 Minuten später dann „Aus Gründen der inneren Sicherheit ist der Flugraum über Hannover gesperrt und unser Abflug verzögert sich leider noch einmal.“ Irgendwann gings dann doch in die Lüfte und mit fast zwei Stunden Verspätung war Grizu endlich in Hamburg. Das Hotel war nur drei Minuten vom Terminal weg und an der Bar warteten schon die ersten Kollegen mit kaltem Bier.
Obwohl wir dort ein mehrtägiges Sales-Meeting hatten war auch ein Freizeitprogramm geplant. Auf dem Weg zu einer Rundfahrt über die Alster trafen wir am Jungfernstieg dann zufällig auf den altbekannten Richie Löffler, der dort noch immer mit den Jungs Spass hat und skatet. Nach der Alstertour wollten wir eigentlich noch zu Nico Suave ins Molotow, aber irgendwie sind wir mit kranken Schweizern wieder in der Hotelbar abgestürzt. Dick Party gabs erst am Freitag mit lecker Essen & Freedrinks im Beach-Club. Gegen 24 Uhr dann ein kurzes (5 Minuten) Gastspiel im Herzblut und Flucht ins Molotow. 60ies, Indierock, Country,… und ein Paar Runden Astra gingen aber auch nur eine Stunde lang klar. Neuer Plan von einer Hamburger Kollegin „Ab auf die Mediziner-Party in der Nähe der UKE. Die Party war eigentlich ziemlich cool, kein Eintritt, Bier für 1.- Euro, zwei Areas mit wahlweise Mashup und HipHop und erstaunlich stylishe Menschen für eine Uniparty und dann noch Mediziner. Krass war, dass die versammelte Medizenerschaft unfähig war einem verletzten Mädel zu helfen. Dicke Platzwunde an der Stirn nach einer Rangelei mit ihrem Freund bei der sie ausgerutscht ist und blöd gefallen ist. Da wurde aus Spass schnell Ernst. Zur Unfähigkeit der Mediziner kam noch der Depp von der Rettungsleitstelle, der einfach keinen Wagen schicken wollte. Nachdem die Mediziner und die „Freunde“ des Mädels alle Vollhorste waren haben wir sie zu Fuss ins UKE gebracht und dort auch noch einige Zeit verbracht. Irgendwann sind wir dann aber noch im Pudel-Club gelandet wo auf einmal Fumanschu (Royalbunker/M.O.R.) stand und am Mic einen Drummer, ein Paar DJs und Jungs mit Synthies und Sampler unterstützte. Was für eine Abfahrt… Elektro, HipHop, Dub, egal was kam es hat einfach nur gerockt und die Jungs und Mädels im Club waren auch derbe freundlich und kontaktfreudig. Kalte Nordlichter? Da können die Augsburger noch was lernen! Um 6 Uhr früh gings dann weiter Richtung Hamburger Berg wo wir bis 8 Uhr noch ein Paar Bars unsicher gemacht haben. Thx to Ole der mit Georgie und Grizu durchgehalten hat und unseren Abend gerettet hat. Und natürlich Grüsse an Ramota die nubische Partygranate ohne die wir Ole nie getroffen hätten. Thx for the ride Georgie und wir sehen uns auf der Bright Amigo.
Selten sieht man so saubere Orte wie an der Traun. In Traunstein, Traunreut und Traunwalchen gab es heute ganze 2 Schablonen-Graffitis und eine Wand mit Walt Disney Characters zu sehen. Aber immerhin gibts ein Hofbräuhaus, was ja auch nie verkehrt ist. Ansonsten Streetartfreie Zone für Rentner und Wellnessurlauber würde ich sagen, da die jungen Menschen eher in der Minderheit waren. Ab Altenmarkt geht’s dann sofort wieder los mit Bombings aller Art. Die nächsten Tage in Hamburg werden bestimmt um einiges farbenfroher ausfallen.
Neben Grizu war auch unser Freund George W. letzte Woche im schönen Prag aka Stadt der allgegenwärtigen Klimaanlagen. Zwar malt einer der „most up“ Writer dort drüben den Namen Bush, aber diverse Streetart Sticker waren ganz klar gegen den Mann aus den USA gerichtet. Sehr schön war es für eine Woche mal keine Röhrenjeans, Slip-Ons, Ballerinas und Flip Flops zu sehen. Die hübschen Mädels tragen dort noch gerade geschnittene Jeans und dazu Adidas Superstars, Adio oder Supra Skateshoes. Mindestens 80% der Ladies sind mit Silikon gepimpt und die Jungs erinnern stark an Altkleidersammlung im Juze einer beliebigen deutschen Stadt. Extrem Gangster, aber mindestens fünf Jahre hinterher. Bei den Mädels sind es nur 1 – 2 Jahre. Auch Rasta- oder Ökolook sind auf den Strassen zu sehen, aber das waren definitiv nur ein Paar Ausnahmen. Preise für Klamotten und Sneakers liegen über dem Preisniveau in Deutschland, aber Nahrungsmittel, Drogerieartikel, usw. sind um einiges billiger. Bedienungen waren meist unfreundlich, aber mit Euros in der Tasche werden die schnell zahm. Hotel war sehr nice in der Stadt der Engel (Andel City) und genau dahinter konnte man die besten Ledges/Curbs überhaupt skaten, perfekte Höhe und 1A Stein. Neben der B-Boy Action bei der Modenschau am Anreisetag war die Party im Casino am letzen Abend wohl das Highlight. Alle verkleidet im 80ies/Fear&LaughingLasVegas-Style mit massig Cash zum zocken und Buffet & Freedrinks allnight long. Wenns diese Woche in Hamburg auch so abgeht… Halleluja!
Eastpak, St. Pauli & The Creetins… ein verrückter Haufen mit dem ich jetzt beruflich zu tun habe. Vom Eastpak-Meeting in Prag schreib ich am Wochenende mal was wenn ich wieder fit bin.
Als Handelsreisender sieht man so einiges von der Welt , u.a. auch das berüchtigte Dönertier in München. Eine unglaubliche Graffitiwand (leider keine Cam dabei gehabt) gibts in Burgkirchen (oder wars Burghausen?) in der Nähe von Altötting. Zwar nur Styles aber das ganze ist eine Rückwand von einem grossen Industriegebäude und komplett bis unters Dach voll davon, alle relativ gleich hoch und gleich lang und immer in Reihe und Glied sauber angeordnet. Kann man im Industriegebiet vor dem Kreisverkehr an der Hauptstrasse nicht verfehlen. Die alte Hall (R.I.P.) am Heimeranplatz in München war dagegen richtig klein. In der Provinz um den Chiemsee gibts generell ziemlich viele bunte Wände zu sehen. Wer einen Trip in die Ecke fährt sollte aber seine Route genau planen oder mit Navigationssystem im Auto fahren, da in Richtung Traunstein Strassenschilder gerne mal fehlen oder nicht alle Orte angeschrieben werden. Ausserdem hat jeder Bauerhof im Wald gleich einen eigenen Ortsnamen und wenn man von den Hauptverkehrswegen oder den Bundesstrassen abkommt ist man schnell in einem Strassennetz im Niemandsland gefangen.
Jetzt gehts erstmal mit dem Flieger für ein Paar Tage nach Prag zu einem Meeting. Zeit für einen Citycheck sollte zumindest morgen und am Donnerstag noch drin sein. Am Mittwoch steigt da übrigens eine 80ies Party im Fear & Laughting Las Vegas Style in einem Casino. Man merkt also der neue Job macht trotz langer Arbeitszeiten und wenig Freizeit Spass und bietet die ein oder andere willkommene Abwechslung.